Global System for Mobile Communication
Global System for Mobile Communication (GSM) ist ein Standard für Mobiltelefonie.
In jeder Funkzelle stehen 124 Frequenzkanäle von ca. 200 kHz Breite zur Verfügung. Jeder dieser Kanäle wird per TDM (Zeitmultiplexing) in 8 getrennte Verbindungen geteilt. Insgesamt werden also 992 Kanäle in jede Richtung (Mobile an Basis, Basis an Mobile) unterstützt.
Weil sich benachbarte Funkzellen stören, können nicht in jeder Funkzelle alle Vollduplexkanäle genutzt werden, sondern nur ca. 200. Eine Funkzelle hat maximal 37.8 km Radius.
Die Basisstation sendet über einen Broadcast-Kanal ständig Informationen über ihre Identität und ihren Status ab. Anhand der Empfangsstärke dieses Signals können die Handsets feststellen, wann sie in eine neue Funkzelle gewandert sind.
Dann wird ein Handover eingeleitet, bei der das Handset an die nächste Funkzelle weitergereicht wird. Ein Handover kann auch eingeleitet werden, um eine Lastverteilung zwischen benachbarten Funkzellen zu erreichen.
Aufbau des GSM-Netzes:
• mehrere Basisstationen sind an eine Funkvermittlungstelle angeschlossen,
• die Funkvermittlungsstellen verwalten vier Datenbanken (die Heimdatei (HLR) mit persönliche Informationen des Benutzers (Telefonnummer, freigeschaltete Dienste, Standort), die Besucherdatei (VLR), die die dynamisch einem Gebiet zugeordneten Daten enthalten, das Authentication Center (AUC), das Kopien der persönlichen, geheimen SIM-Karten-Schlüssel enthält, das Equipment Identity Register (EIR), enthält mobiltelefonspezifische Daten, unter anderem die IMEI-Nummern, die in drei Kategorien aufgeteilt werden: white (zugelassen), grey (zu beobachten, fehlerhaft), black (gestohlen, gesperrt))
• die Funkvermittlungsstellen sind über das SS7-Netz (Signaling System No. 7) verbunden,
• die Funkvermittlungsstellen werden von einem Operation Maintenance Center überwacht.