Social Software

Es handelt sich um in der Regel webbrowser-basierte Software, mit der Nutzer zusammen arbeiten (in weitestem Sinne), spielen oder kommunizieren.

Social Software kann die Bildung von sozialen Netzwerken durch direkte Verknüpfungen zwischen den Nutzern ermöglichen. Ein Beispiel ist http://www.openbc.com

Neuere
Social Software unterstützt die Bildung von sozialen Netzwerken, bei denen die Nutzer indirekt, vermittelt durch Objekte, in Verbindung stehen. Bei den Objekten kann es sich beispielsweise handeln um:

- Bookmarks bzw. Links wie bei
http://del.icio.us
- Bilder wie bei
http://www.flickr.com oder
- Bücher wie bei
http://www.librarything.com oder
- Musik wie bei
http://www.last.fm oder
- Filme wie bei
http://www.youtube.com oder
- Nachrichten wie bei
http://www.digg.com oder
- Wissen wie bei
http://www.wikipedia.org

Primäres
Ziel von Social Software ist es, dem Einzelnen eine nützliche Funktion zu bieten. Das hat zur Folge, dass die Nutzer die Software aus Eigennutz verwenden (z.B. um Bookmarks zu verwalten).

Wesentlicher Aspekt von
Social Software ist es, dass die von einem Einzelnen erfassten Informationen ganz oder teilweise (durch den Einzelnen steuerbar), allen Anderen zugänglich werden.

Im Gegenzug ist es dem Einzelnen möglich, aus der Masse der von Anderen bereitgestellten Informationen die Objekte zu filtern und zu betrachten, die für ihn von Interesse sind.

Die Attraktivität dieser sekundären Funktion überwiegt in der Regel die Attraktivität der primär bereitgestellten Funktion. Als Anhaltspunkt: etwa zehn Prozent der Nutzer erstellen 80 Prozent der Informationen. Somit besteht der Großteil der Nutzer aus reinen Betrachtern.

Die Akzeptanz der primären Funktion kann verstärkt werden, indem

- die Beiträge des Einzelnen hervorgehoben werden (z.B. die aktuellsten Artikel eines Wikis werden unter Nennung des Erstellers an prominenter Stelle ausgewiesen),
- dem Einzelnen die Nützlichkeit seiner Bemühung gezeigt wird (z.B. die Anzahl der Nutzer, die eine Rezension nützlich fanden, wird präsentiert) oder
- es ermöglicht wird, die Sichtbarkeit der bereitgestellten Informationen auf eine kleinere
Gruppe einzuschränken.

Die Akzeptanz der sekundären Funktion kann gesteigert werden, indem

- man dem Einzelnen die Gegenwart der vielen Anderen zeigt (z.B. eine Liste der Nutzer, die Bookmarks mit den gleichen Tags markiert haben),
- die Vielfalt der von den Nutzern bereitgestellten Informationen gefördert wird (z.B. kann der Einzelne für originelle Beiträge belohnt werden) oder
- "Herdenverhalten" vermieden wird (z.B. sollte die Präsentation der Informationen nicht nur auf deren Popularität basieren).


Quellen

http://www.rashmisinha.com/archives/06_08/webvisions-slides.html
http://www.ccc.de/congress/2004/fahrplan/files/372-wikipedia-sociographics-slides.pdf